1934

Ameisberg Warte (48° 33′ 18″ N, 13° 50′ 2″ O)

1902 wurde der Verein Ameisberg auf Initiative von Pfarrer Norbert Hanrieder und Bezirksrichter Hofrat Dr. Moritz Scheibl mit dem Ziel gegründet, eine Aussichtswarte auf dem 940m hohen Ameisberg zu errichten und den aufkeimenden Tourismus in der Region mit einer Attraktion zu unterstützen.
Der aus lokal gebrochenen Granitsteinen errichtete, 24m hohe Turm, der unter tatkräftiger Unterstützung der ortsansässigen Bevölkerung in nur einem Jahr Bauzeit entstand, wurde am 23. September 1903 feierlich eröffnet. Ein Jahr später wurde das angeschlossene Wirtschaftsgebäude fertiggestellt.
In der Anfangszeit war die Warte ein beliebtes Ausflugsziel, doch der Weltkrieg ließ die Einnahmen einbrechen, auch machte die Witterung kostenintensive Erhaltungsmaßnahmen erforderlich, die vom Verein nicht mehr bezahlt werden konnten. 1920 wurde die Ameisbergwarte verkauft und der Verein aufgelöst. Seitdem befindet sich die Warte in Privatbesitz.
In den folgenden Jahren hatte die Warte mehrere Eigentümer, die aber keinen wirtschaftlichen Erfolg erzielen konnten. So wurde der Besitz im Zuge einer Versteigerung 1932 von der Familie Brandl aus Linz erworben.
Franz Brandl und sein Sohn Dkfm. Johannes Brandl haben die Warte über 73 Jahre hindurch erhalten und modernisiert. 1935 wurde ein Windrad errichtet, um Strom und fließendes Wasser auf dem Ameisberg einzuführen. Eine Zufahrtsstraße gibt es erst seit den 1960er Jahren, später diente der Turm auch als Sendestation für den ORF. Franz Brandl ließ 1963 zu Ehren seiner Eltern die Aloisius-Kapelle errichten, welche auch heute noch besteht.
Etwa alle 20 Jahre musste der Turm grundlegend saniert werden, da die extremen Witterungsverhältnisse der Bausubstanz zusetzten. Diese sehr hohen finanziellen Aufwände standen nicht im Verhältnis zu den bescheidenen Erträgen der über die Jahre zahlreichen Pächter der Wirtschaft. Die Familie Brandl hat für die Erhaltung keine öffentliche Gelder in Anspruch genommen. Ein Versuch von Dkfm. Johannes Brandl, die Warte für eine Pacht von einem Euro an die umliegenden Gemeinden zum Zwecke der touristischen Nutzung zu vergeben, wurde von den Gemeinden mangels Finanzierbarkeit der Erhaltungskosten abgelehnt.
2005 wurde die Ameisbergwarte an die Familie Kneidinger verkauft. Markus Kneidinger hat die Anlage ausgebaut und modernisiert. Er ließ einen Bohrbrunnen und Kanalanschluss errichten. 2013 wurde das Gebäude um einen modernen Anbau erweitert, der der Familie als Wohnhaus diente. Bis 2017 wurde auch noch die Gastwirtschaft geführt.
Seit 2021 besitzen wir die Warte und möchten den Aussichtsturm so erhalten, dass er auch für kommende Generationen als Ausflugsziel zur Verfügung steht.
Die Gastwirtschaft führen wir nicht weiter, aber nach einer dringend erforderlichen Sanierung ist der Turm wieder für die Öffentlichkeit eigeschränkt zugänglich. Wir arbeiten im Jahr 2022 an einer automatischen Entfeuchtung.
2021
+436502162416
nachricht [at] ameisbergwarte [dot] com
instagram.com/ameisbergwarte/
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Impressum: Roman Tuschl und Carolin Thummes, Batkag. 10, 1180 Wien
1934

Ameisberg Warte (48° 33′ 18″ N, 13° 50′ 2″ O)

1902 wurde der Verein Ameisberg auf Initiative von Pfarrer Norbert Hanrieder und Bezirksrichter Hofrat Dr. Moritz Scheibl mit dem Ziel gegründet, eine Aussichtswarte auf dem 940m hohen Ameisberg zu errichten und den aufkeimenden Tourismus in der Region mit einer Attraktion zu unterstützen.
Der aus lokal gebrochenen Granitsteinen errichtete, 24m hohe Turm, der unter tatkräftiger Unterstützung der ortsansässigen Bevölkerung in nur einem Jahr Bauzeit entstand, wurde am 23. September 1903 feierlich eröffnet. Ein Jahr später wurde das angeschlossene Wirtschaftsgebäude fertiggestellt.
In der Anfangszeit war die Warte ein beliebtes Ausflugsziel, doch der Weltkrieg ließ die Einnahmen einbrechen, auch machte die Witterung kostenintensive Erhaltungsmaßnahmen erforderlich, die vom Verein nicht mehr bezahlt werden konnten. 1920 wurde die Ameisbergwarte verkauft und der Verein aufgelöst. Seitdem befindet sich die Warte in Privatbesitz.
In den folgenden Jahren hatte die Warte mehrere Eigentümer, die aber keinen wirtschaftlichen Erfolg erzielen konnten. So wurde der Besitz im Zuge einer Versteigerung 1932 von der Familie Brandl aus Linz erworben.
Franz Brandl und sein Sohn Dkfm. Johannes Brandl haben die Warte über 73 Jahre hindurch erhalten und modernisiert. 1935 wurde ein Windrad errichtet, um Strom und fließendes Wasser auf dem Ameisberg einzuführen. Eine Zufahrtsstraße gibt es erst seit den 1960er Jahren, später diente der Turm auch als Sendestation für den ORF. Franz Brandl ließ 1963 zu Ehren seiner Eltern die Aloisius-Kapelle errichten, welche auch heute noch besteht.
Etwa alle 20 Jahre musste der Turm grundlegend saniert werden, da die extremen Witterungsverhältnisse der Bausubstanz zusetzten. Diese sehr hohen finanziellen Aufwände standen nicht im Verhältnis zu den bescheidenen Erträgen der über die Jahre zahlreichen Pächter der Wirtschaft. Die Familie Brandl hat für die Erhaltung keine öffentliche Gelder in Anspruch genommen. Ein Versuch von Dkfm. Johannes Brandl, die Warte für eine Pacht von einem Euro an die umliegenden Gemeinden zum Zwecke der touristischen Nutzung zu vergeben, wurde von den Gemeinden mangels Finanzierbarkeit der Erhaltungskosten abgelehnt.
2005 wurde die Ameisbergwarte an die Familie Kneidinger verkauft. Markus Kneidinger hat die Anlage ausgebaut und modernisiert. Er ließ einen Bohrbrunnen und Kanalanschluss errichten. 2013 wurde das Gebäude um einen modernen Anbau erweitert, der der Familie als Wohnhaus diente. Bis 2017 wurde auch noch die Gastwirtschaft geführt.
Seit 2021 besitzen wir die Warte und möchten den Aussichtsturm so erhalten, dass er auch für kommende Generationen als Ausflugsziel zur Verfügung steht.
Die Gastwirtschaft führen wir nicht weiter, aber nach einer dringend erforderlichen Sanierung ist der Turm wieder für die Öffentlichkeit eigeschränkt zugänglich. Wir arbeiten im Jahr 2022 an einer automatischen Entfeuchtung.
2021
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Impressum: Roman Tuschl und Carolin Thummes, Batkag. 10, 1180 Wien
1934

Ameisberg Warte (48° 33′ 18″ N, 13° 50′ 2″ O)

1902 wurde der Verein Ameisberg auf Initiative von Pfarrer Norbert Hanrieder und Bezirksrichter Hofrat Dr. Moritz Scheibl mit dem Ziel gegründet, eine Aussichtswarte auf dem 940m hohen Ameisberg zu errichten und den aufkeimenden Tourismus in der Region mit einer Attraktion zu unterstützen.
Der aus lokal gebrochenen Granitsteinen errichtete, 24m hohe Turm, der unter tatkräftiger Unterstützung der ortsansässigen Bevölkerung in nur einem Jahr Bauzeit entstand, wurde am 23. September 1903 feierlich eröffnet. Ein Jahr später wurde das angeschlossene Wirtschaftsgebäude fertiggestellt.
In der Anfangszeit war die Warte ein beliebtes Ausflugsziel, doch der Weltkrieg ließ die Einnahmen einbrechen, auch machte die Witterung kostenintensive Erhaltungsmaßnahmen erforderlich, die vom Verein nicht mehr bezahlt werden konnten. 1920 wurde die Ameisbergwarte verkauft und der Verein aufgelöst. Seitdem befindet sich die Warte in Privatbesitz.
In den folgenden Jahren hatte die Warte mehrere Eigentümer, die aber keinen wirtschaftlichen Erfolg erzielen konnten. So wurde der Besitz im Zuge einer Versteigerung 1932 von der Familie Brandl aus Linz erworben.
Franz Brandl und sein Sohn Dkfm. Johannes Brandl haben die Warte über 73 Jahre hindurch erhalten und modernisiert. 1935 wurde ein Windrad errichtet, um Strom und fließendes Wasser auf dem Ameisberg einzuführen. Eine Zufahrtsstraße gibt es erst seit den 1960er Jahren, später diente der Turm auch als Sendestation für den ORF. Franz Brandl ließ 1963 zu Ehren seiner Eltern die Aloisius-Kapelle errichten, welche auch heute noch besteht.
Etwa alle 20 Jahre musste der Turm grundlegend saniert werden, da die extremen Witterungsverhältnisse der Bausubstanz zusetzten. Diese sehr hohen finanziellen Aufwände standen nicht im Verhältnis zu den bescheidenen Erträgen der über die Jahre zahlreichen Pächter der Wirtschaft. Die Familie Brandl hat für die Erhaltung keine öffentliche Gelder in Anspruch genommen. Ein Versuch von Dkfm. Johannes Brandl, die Warte für eine Pacht von einem Euro an die umliegenden Gemeinden zum Zwecke der touristischen Nutzung zu vergeben, wurde von den Gemeinden mangels Finanzierbarkeit der Erhaltungskosten abgelehnt.
2005 wurde die Ameisbergwarte an die Familie Kneidinger verkauft. Markus Kneidinger hat die Anlage ausgebaut und modernisiert. Er ließ einen Bohrbrunnen und Kanalanschluss errichten. 2013 wurde das Gebäude um einen modernen Anbau erweitert, der der Familie als Wohnhaus diente. Bis 2017 wurde auch noch die Gastwirtschaft geführt.
Seit 2021 besitzen wir die Warte und möchten den Aussichtsturm so erhalten, dass er auch für kommende Generationen als Ausflugsziel zur Verfügung steht.
Die Gastwirtschaft führen wir nicht weiter, aber nach einer dringend erforderlichen Sanierung ist der Turm wieder für die Öffentlichkeit eigeschränkt zugänglich. Wir arbeiten im Jahr 2022 an einer automatischen Entfeuchtung.
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